Hamburgische Bürgerschaft bringt Grundlage für bessere Versorgung für ME/CFS und Long Covid in Hamburg auf den Weg

Hamburgische Bürgerschaft bringt Grundlage für bessere Versorgung für ME/CFS und Long Covid in Hamburg auf den Weg

Postvirale Erkrankungen wie ME/CFS und  die bekannte Ausprägung Long Covid haben für Betroffene oft schwere und massiv lebensverändernde Auswirkungen. Noch immer gibt es zu wenig Wissen über die Erkrankung, deshalb fehlt es an wirksamen Therapieoptionen und insbesondere auch an flächendeckender spezialisierter Versorgung.

Umso mehr freue ich mich, dass die Hamburgische Bürgerschaft heute einen Beschluss fasst, der bessere Versorgung von Betroffenen in Hamburg ermöglicht: die Rechtsgrundlage für ein neues ambulantes Versorgungsmodell für Long Covid- und ME/CFS-Patient*innen wird auf den Weg gebracht.

Künftig soll es drei aufeinander aufbauende Versorgungsstufen geben: Die hausärztliche Betreuung, eine koordinierende Lotsenfunktion sowie spezialisierte Diagnostik und Therapie.  Das Konzept wurde am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) entwickelt, die ambulante Versorgung soll perspektivisch auch dort ihren Schwerpunkt haben.

Ich bin sehr froh, dass die rot-grüne Koalition in Hamburg diesen Antrag beschließt. Auch wenn es noch immer ein weiter Weg zu gehen ist, kommen wir damit einen kleinen Schritt weiter in Hamburg voran. Denn es ist klar: Für die Versorgung von ME/CFS-Patient*innen braucht es spezialisierte Behandlungsorte in ganz Deutschland, die allen offenstehen – egal, ob gesetzlich oder privat versichert. Hamburg geht einen wichtigen Schritt voran und ermöglicht den Betroffenen so künftig einen schnelleren Weg zu passender Diagnostik und bereits vorhandenen Therapieoptionen.