29. Okt. 2026
Am Rande meines Wahlkreises in Rissen, befindet sich die Bundesanstalt für Wasserbau. Bei meinem Besuch konnte ich spannende Einblicke in die Forschungsarbeit vor Ort gewinnen.
Besonders interessant waren die Forschungsprojekte zur Simulation von Schiffsverkehr, beispielsweise im Nord-Ostsee-Kanal. Im Austausch mit den Forschenden ging es außerdem um eine zentrale Frage für die Zukunft der Elbe: das Sedimentmanagement.
Wie viel Sediment benötigt das Flusssystem – und an welchen Stellen? Die Antworten darauf sind entscheidend für den Umgang mit unseren Wasserstraßen und ihre nachhaltige Entwicklung.
Vielen Dank an Frank Kösters, Julia Benndorf und Ingrid Holzwarth der BAW für die spannenden Einblicke und den konstruktiven Austausch!
20. Okt. 2026
Der September war nach der sitzungsfreien Zeit im Sommer wieder einmal ein betriebsamer Monat, in dem neben Haushaltsberatungen im Bundestag auch viele große Reformvorhaben weiterdiskutiert oder neu eingebracht wurden. Die letzte Septemberwoche war dann geprägt von verschiedensten spannenden Terminen im Wahlkreis.
Gestartet ist sie mit einem Gespräch mit der Psychotherapeutenkammer Hamburg und meiner Kollegin Katharina Beck. Die Regierung kürzt mit ihren Reformen und insbesondere mit den Änderungen im so genannten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz, das im Oktober im Bundestag nachgebessert wird, im Gesundheitsbereich offensichtlich an den falschen Stellen – da waren wir uns einig.
Für jeden in Psychotherapie investierten Euro ergibt sich ein gesamtgesellschaftlicher Nutzen von 2 bis 4 Euro – zum Beispiel durch Kostenreduktion aufgrund einer geringeren Zahl an Krankschreibungen und Erwerbsminderungsrenten sowie durch Vermeidung von Kosten für stationäre Behandlungen. Aktuelle Auswertungen von 8 Millionen Versichertendaten zeigen, dass Psychotherapie, unabhängig vom Verfahren, die Zeit von Arbeitsunfähigkeit um 40 Prozent, etwa 14 Tage pro Jahr, reduziert. Es gibt somit gute Gründe, die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland vernünftig auszugestalten – davon profitiert am Ende die gesamte Gesellschaft.
Mein zweiter Termin hat mich nach Alsterdorf geführt. Auch wenn das nicht direkt in meinem Wahlkreis liegt, ist das Gelände rund um den Alsterdorfer Markt für mich fachpolitisch hoch interessant: Das evangelische Krankenhaus Alsterdorf ist besonders auf die Behandlung von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet. Gesprochen haben wir unter anderem darüber, wie wichtig es ist eine Klinik zu erhalten und zu unterhalten, die auf eine Gruppe von Menschen mit besonderem Know-How angewiesen ist. Es zeigt, dass Spezialisierung auch über spezielle Krankheitsbilder und medizinische Fachbereiche hinausgehen muss.
Im Anschluss konnte ich gemeinsam mit meinem Kollegen Konstantin von Notz die Führungsakademie der Bundeswehr in Blankenese/Iserbrook kennenlernen. Hier werden in unterschiedlichen Lehrgängen deutsche und internationale Offizier*innen ausgebildet. Besonders spannend: Die Perspektive, dass die Förderung von Soldat*innen in Form von Demokratiebildung, Diplomatie, Stärkung internationaler Beziehungen, bis hin zu Entwicklungszusammenarbeit sein kann.
Zum Abschluss des gut gefüllten Tages habe ich ein Grußwort bei der Veranstaltung meines Kreisverbandes gehalten. Wir haben den Film „Watching You – Die Welt von Palantir und Alex Karp“ gezeigt. Die Dokumentation beschäftigt sich mit einer Frage, die uns alle angeht: Wer sammelt welche Daten über uns – und wer entscheidet darüber, wie diese Daten genutzt werden? Im Anschluss haben Konstantin von Notz und Eva Botzenhart, Sprecherin der grünen Bürgerschaftsfraktion für Digitalisierung und Datenschutz, den Film in einer spannenden Diskussion, moderiert von Antje Möller (MdHB a.D.), eingeordnet.
Später in der Woche haben Gudrun Schittek und ich zum gesundheitspolitischen Frauenfrühstück in Harburg eingeladen. Es war uns ein großes Anliegen einen vertrauensvollen Raum zum Austausch für die Frauen zu schaffen. Die drei Organisationen StoP Neuwiedenthal (Stadtteile ohne Partnerschaftsgewalt), Kami e.V. und das Hebammenzentrum Hamburg haben unser Angebot mit wertvollen Inhalten gefüllt – es sind neue frauenpolitische Netzwerke und ein gespanntes Gespräch darüber entstanden, wie es gut gelingt, dass Frauen sich gegenseitig empowern.
Herzlichen Dank an alle Akteure, die ich in dieser abwechslungsreichen Woche treffen und mich mit ihnen austauschen konnte.
16. Okt. 2026
Vielfalt und Barrierefreiheit in der Gesundheitsversorgung! In Hamburg war ich kürzlich zu Besuch beim Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf und auf dem dazugehörigen Gelände rund um den Alsterdorfer Markt, wo Inklusion schon seit Jahrzehnten vorangetrieben wird. Das Krankenhaus ist ausgerichtet speziell auch auf die Behandlung von Menschen mit Behinderung und hat damit bundesweit eine einzigartige Rolle. Gemeinsam mit dem Vorstand und Mitarbeitenden, die Inklusions-Projekte der gesamten Stadt vorantreiben, haben wir uns ausgetauscht. So beispielsweise über den „Aktionsplan Barrierefreies Gesundheitswesen“ des Bundes-Gesundheitsministeriums und über die Frage, wie man Inklusion bestmöglich in unterschiedlichen gesundheitspolitischen Reformvorhaben verankern kann.
Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte unserer Gesellschaft – das war und ist auch in der Deutschen Geschichte leider nicht immer selbstverständlich. Umso froher bin ich, dass wir im Bundestag vergangene Woche fraktionsübergreifend einen Antrag zum Monitoring vom Einsatz non-invasiver Pränataltests verabschiede haben, der das auch nochmal verdeutlicht. Und froh, dass die Evangelische Stiftung Alsterdorf hierfür tagtäglich Arbeit von unschätzbarem Wert in Hamburg leistet. Danke!
23. Sep. 2026
Zum heutigen Beschluss des Haushaltsausschusses habe ich folgendes Statement abgegeben:
„Ich freue mich sehr, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages heute knapp 445.000 Euro für die Sanierung des Lernschwimmbeckens im Swatten Weg in Hamburg-Lurup freigegeben hat. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ und ist Teil der vom Bundestag auf den Weg gebrachten „Sportmilliarde für Deutschland“.
Schwimmförderung ist eine wichtige Investition in die Zukunft – damit auch am Hamburger Stadtrand alle Kinder sicher schwimmen lernen können, sind die Sanierungsmittel in Lurup genau richtig angelegt. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Kinder nicht mehr sicher schwimmen, sind Lehrschwimmbecken unverzichtbar. Mit der Sanierung werden gleich mehrere Ziele erreicht: Gesundheitsförderung durch regelmäßige Bewegung, Unfallprävention durch sichere Schwimmfähigkeiten und soziale Teilhabe für alle Kinder – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Das ist gelebte Chancengerechtigkeit. Ich danke allen Beteiligten vor Ort, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben.“
7. Sep. 2026
Anfrage an die Bundesregierung zu den Bahnverspätungen auf der Strecke Hamburg-Berlin
Dazu kommentieren Linda Heitmann und Katharina Beck, Grüne Bundestagsabgeordnete für Hamburg:
„Unsere Anfrage an die Bundesregierung macht deutlich: Die Deutsche Bahn muss endlich wieder reibungslosen Verkehr auf der Strecke Hamburg-Berlin sicherstellen. Besonders Pendler*innen haben nun schon ein ganzes Jahr Leidenszeit hinter sich. Nachdem die lange gesperrte Strecke nun wiedereröffnet ist, wurden selbst niedrige Erwartungen über ihre Funktionsfähigkeit leider noch untertroffen, was vor allem die vielen Pendler*innen hart trifft. Dass immer noch so viele Züge über 90 Minuten Verspätung haben und sogar Züge ausfallen, ist inakzeptabel und schwächt mehr und mehr das Vertrauen insbesondere der Dauerkunden, die der Bahn eigentlich am Herz liegen sollten.
Wenn es auf der Strecke Hindernisse oder technische Probleme gibt, muss die Deutsche Bahn zudem für eine deutlich transparentere Kommunikation sorgen. Fahrgäste müssen frühzeitig und verlässlich darüber informiert werden, was die Ursache für Verspätungen und Ausfälle ist und wie lange die Beeinträchtigungen voraussichtlich andauern. Doch aus Erfahrung können wir berichten, dass in den betroffenen Zügen teilweise bis zu einer Stunde keinerlei Durchsagen oder Informationen zu Alternativen kamen. Und das auf einer Strecke, auf der Berufspendler*innen massiv auf die Bahn angewiesen sind und durch die Verspätungen immer wieder Termine verpasst haben. Dass Bundesregierung und Bahn hier in den Antworten noch nicht einmal Bedauern zeigen oder Besserung geloben, ist schwer erträglich.
Gleichzeitig zeigen die Begründungen für die weiterhin auftretenden Verspätungen, dass sich die Deutsche Bahn besser auf Hitzetage vorbereiten muss. Extreme Temperaturen dürfen nicht regelmäßig zum Problem für den Bahnverkehr werden. Auch bei der Entschädigung muss die Deutsche Bahn stärker auf die Bedürfnisse der Fahrgäste eingehen, indem sie zum Beispiel ihren Entschädigungskatalog entsprechend anpasst oder auf besonders betroffenen Strecken ihr Bedauern auch in Form kleiner Aufmerksamkeiten zum Ausdruck bringt.
Und auch die Bundesregierung steht in der Verantwortung: Sie muss ausreichend Mittel für die Instandhaltung der Bahnstrecken im Haushalt vorsehen. Während sie den Autobahnneubau vorantreibt, fehlt das Geld für die dringend notwendige Modernisierung und den Ausbau der Schiene. Wir wollen, dass die Bahn wieder verlässlich, pünktlich und bezahlbar wird. Dazu gehören flächendeckende Angebote, stabile Verbindungen und ein starker Service. Reisende und Pendler*innen verdienen eine Bahn, mit der man gerne fährt! Und nur wenn die Bahn eine verlässliche Alternative zu Auto und Flugzeug darstellt, kann Klimaschutz gelingen.“
Zur Anfrage.
Die Meldung wurde aufgegriffen unter anderem von der tagesschau, NDR, Hamburger Abendblatt, Hamburger Morgenpost, t-online, Tagesspiegel.