Parlamentarische Sommerpause – Konstruktive Gespräche im Wahlkreis und auch ein bisschen Durchatmen

Parlamentarische Sommerpause – Konstruktive Gespräche im Wahlkreis und auch ein bisschen Durchatmen

Nach meinem Einzug in den Bundestag im Oktober letzten Jahres, gab es auch für mich nun die erste parlamentarische Sommerpause. Nach vollem Powerprogramm mit Wahlkampf, Konstituierung, Themenfindung, Büroaufbau und Start in die bundespolitische Parlamentsarbeit hat sie für mich zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder die Möglichkeit geboten, etwas Kraft zu tanken und in Ruhe ein paar inhaltlich spannende Termine im Wahlkreis – in meinem Fall Altona – wahrzunehmen. Hier ein kleiner Rückblick:

Landwirtschaft vor meiner Haustür – Schon im Juli habe ich zusammen mit Andrea Nunne (Sprecherin der grünen Bürgerschaftsfraktion für Agrarpolitik, Ernährungswende und Wasserwirtschaft) den Landwirt Heinz Behrmann auf seinem Hof in Sülldorf besucht. Alica Huckfeldt vom Bauernverband Hamburg hat den Termin ebenfalls begleitet. Bei einer Tour durch die Felder und den Klövensteen mit anschließendem Mittagessen haben wir uns über die Bewirtung der landwirtschaftlichen Flächen in Hamburg und insbesondere Altona ausgetauscht.

Ein paar Tage später folgte ein konstruktives Gespräch mit Malte Siegert vom NABU Hamburg. Es ging dabei vor allem auch um die naturschutzpolitischen Konflikte beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Gerade als grüne Partei müssen wir die Zielkonflikte in der Koalition und darüber hinaus immer wieder bewusst machen und sie möglichst früh identifizieren. Wenig später hat der NABU Hamburg zudem zu seinem Sommerempfang eingeladen. Vor der schönen Kulisse des Café Prüsse an der Alster haben sich dabei vor allem auch einige Grüne Politiker*innen getroffen.

Der August startete mit zwei spannenden Terminen zur Gesundheitspolitik, die nicht direkt in meinem Wahlkreis Altona lagen: ich war zu Besuch der Walddörfer Dialyse und dem Gesundheitskiosk in Billstedt. In letzterem hat auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach einige Wochen später sein Eckpunktepapier für den Gesundheitskiosk-Ausbau in ganz Deutschland vorgestellt. Ziel des Kiosks in Billstedt ist es, eine niedrigschwellige Gesundheitsberatung zu ermöglichen und so unnötige Praxis- oder Krankenhausbesuche zu vermeiden. Das geschieht nicht nur auf Deutsch, sondern auch in den jeweiligen Muttersprachen der Klient*innen im Kiosk. Auch rund um das Thema Sprachmittlung konnte ich somit wertvolle Erkenntnisse aus dem Besuch mitnehmen.

Zentrales Thema bei dem Team der Walddörfer Dialyse waren vor allem die Herausforderungen, die freie Praxen im Vergleich zu privatwirtschaftlichen medizinischen Versorgungszentren (MVZ) haben. Die Entwicklung ist weiter genau zu beobachten, hierzu sind wir in unserer grünen AG Gesundheit auf Bundesebene auch im engen Austausch. Darüber hinaus habe ich viel über die Dialyse an sich und die Neustrukturierung von Gesundheitsberufen mitnehmen können.

In der Sommerpause ist auch mal Zeit und Raum für Pressetermine der etwas anderen Art: Für mich ging es einmal mehr in den Klövensteen für ein Interview mit der Runner‘s World. In dem Format Ein Lauf mit… habe ich mit der Journalistin Britta Ost über die Bedeutung und das Eingliedern des Laufens in meinen politischen Alltag gesprochen. Für mich ist ein guter Ausgleich um runterzukommen und die Gedanken schweifen zu lassen. Auch versuche ich mir regelmäßig Zeiten in meinem Kalender für einen Lauf in Berlin oder Hamburg zu blocken. Das Interview in voller Länge ist auf der letzten Seite der Runner‘s World nachzulesen, die ab dem 16. September an allen gut sortierten Kiosken ausliegt!

Und ein letzter spannender Termin, der nicht ganz direkt im Wahlkreis stattfand: Zusammen mit meinem Bundestagskollegen Felix Banazak sowie Johannes Müller aus der Bürgerschaft habe ich mir das Hamburger Unternehmen Global Tech angeschaut. Sie betreiben einen Offshore Windpark mit 80 Anlagen in der Nordsee. Eine Umdrehung eines Windrads dort draußen auf See versorgt einen Haushalt einen Tag lang mit Energie. Ein sehr anschauliches Bild zur Beschreibung der Leistung! Von Hamburg aus wird alles geplant und überwacht, Felix und ich haben auf den Live-Cams leider keine Schweinswale entdeckt.

Gegen Ende der Sommerpause ein weiteres Highlight: Meine Infofahrt hat mich Anfang September in Berlin besucht. Wie bei jeder Bundespresseamtsfahrt stand auch ein Besuch des Bundestags inklusive eines Gesprächs mit mir auf dem Programm. Anliegen und Fragen zum Alltag einer Abgeordneten, Cannabislegalisierung, Corona-Pandemie und Wahlkreisarbeit haben wir besprochen. Die Gruppe hat außerdem das Familienministerium, die Landesvertretung Hamburg und den Tränenpalast besucht und somit hoffentlich bleibende Eindrücke aus dem politischen Berlin mit nach Hamburg-Altona genommen.

Jetzt bewerben: Bundespreis Verbraucherschutz 2022

Jetzt bewerben: Bundespreis Verbraucherschutz 2022

Jeder kann Verbraucherschützer*in sein! Die Bundestiftung Verbraucherschutz zeichnet 2022 wieder herausragende Projekte im Verbraucher*innenschutz aus. Egal ob Journalist*in, Influencer*in oder Initiative – Ihr könnt Euch bewerben!

In der Kategorie „Engagement“ werden Einzelpersonen oder Personengruppen gewürdigt, die sich herausragend für den Verbraucher*innenschutz eingesetzt haben. Der Gewinn ist ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro, welches einer gemeinnützigen Initiative für Verbraucher*innenschutz zugute kommt.

In der Kategorie „Projekt“ wird ein Projekt oder eine Institution gewürdigt, welche Verbraucher*innenschutz maßgeblich voranbringt. Das Preisgeld von 5.000 Euro kommt der entsprechenden Organisation zugute.

Hier geht es zur Bewerbung

Die Ausschreibung für den Preis läuft bis zum 31. Mai, die Preisverleihung findet im Rahmen des deutschen Verbrauchertags im September 2022 in Berlin statt.

Wald, Moore, Felder und Marsch – ein Besuch im Klövensteen

Wald, Moore, Felder und Marsch – ein Besuch im Klövensteen

Lizenz Pixabay CC0

Gemeinsam mit grünen Politikerinnen aus Schleswig-Holstein und Hamburg war Linda am Montag, den 28. März vor Ort im Klövensteen, um mit Andrea Keller, Geschäftsführerin des Regionalparks Wedeler Au e.V., zu sprechen. Bei dem Besuch standen der länderübergreifende Austausch zum Thema Biotopverbund, zu weiteren natur- und umweltpolitischen Themen sowie ein Austausch über die Arbeit des Regionalparks im Fokus. Außerdem machten sich die Politikerinnen einen Eindruck von der Situation der Moore und den Sturmschäden im Wald.

 

 

Regionalpark Wedeler Au

Der Regionalpark Wedeler Au umfasst insgesamt 12.000 Hektar in Hamburg-Altona und Schleswig-Holstein. Die Landschaft hier hat Vielfältiges zu bieten: Wald, Moore, Felder, Geest und Marsch sowie Ausflugshighlights wie die Holmer Sandberge. Die Mitgliedergemeinden des Vereins Regionalpark Wedeler Au sind neben Hamburg-Altona und Wedel auch Kreis und Stadt Pinneberg, Holm, Appen, Heist, Halstenbek, Schenefeld und Hetlingen. Die Geschäftsstelle realisiert zahlreiche kleinere und größere Projekte insbesondere zu den Themen Naturschutz und Naherholung.

v.l. Nadine Mai (Landtagswahlkandidatin für Wedel/Uetersen/Amt GuMS), Ulrike Sparr (Bürgerschaftsabgeordnete), Linda Heitmann (Bundestagsabgeordnete für Altona), Andrea Keller (Geschäftsführerin Regionalpark Wedeler Au), Petra Kärgel (Vorsitzende der Grünen Wedel), Bärbel Sandberg (Beisitzerin im Vorstand der Grünen Wedel), Ines Strehlau (Landtagsabgeordnete in Schleswig-Holstein)

Länderübergreifende Arbeit für Naherholung und Naturschutz

Ziel des Vereins ist es, dass Anwohner*innen und Besucher*innen die Natur um sich herum kennen, schätzen und damit auch schützen zu lernen. Mit Karten und Apps kann die Gegend perfekt erkundet werden. Die Radroutenkarte ist dabei besonders beliebt. Die Smartphone-App EntdeckerRouten bietet im Regionalpark Wedeler Au sechs verschiedene Wege, bei denen die App begleitet und an bestimmten Stationen mit Informationen versorgt. Für Kinder gibt es sogar eine spielerische Schnitzeljagd mit versteckter Route. Auch geben die verschiedenen Pfade dem Regionalpark die Möglichkeit, die Route der Besucher*innen zu lenken. Durch vorgegebene Strecken bleiben sie auf den vorgesehenen Wegen, was sich nachhaltig auf die umliegende Natur auswirkt.

Nebenbei haben die grünen Politikerinnen über die konventionelle Landwirtschaft gesprochen. Diese scheint den Amphibien in der Umgebung zuzusetzen. Sichere Wege über Felder und auch das bestehende Amphibienleitsystem unter der Straße hindurch sind für die Tiere von großer Bedeutung, damit sie unbeschadet zwischen ihren Sommer- und Winterquartieren wandern können.

Um Landschaft und Tiere hier im länderübergreifenden Regionalpark Wedeler Au weiterhin wirksam zu schützen, müssen und werden die Grünen der Region auf Kreis-, Landes-, und Bundesebene gut politisch zusammenarbeiten. Dafür waren der Termin und das Gespräch mit Andrea Keller ein wichtiger erster Baustein.