Schwerpunkt:
Drogen- und Suchtpolitik
Bild: © Linda Heitmann
Sucht ist eine Krankheit.
Mit Sucht, Suchtmitteln und suchtkranken Menschen hatte ich viele Jahre beruflich täglich zu tun. Dabei stets vor Augen: Sucht ist eine Krankheit und wir müssen endlich davon wegkommen, suchtkranke Menschen in unserer Gesellschaft zu stigmatisieren.
Gleichzeitig sind Suchtmittel in allen Kulturen dieser Erde seit Jahrtausenden nicht wegzudenken und es gilt, mit ihnen einen vernünftigen Umgang zu erlernen und als Gesellschaft das richtige Maß zwischen guter Prävention, Regulierung und Genussfreiheit zu finden.
Nicht nur legal erhältliche sowie illegalisierte Suchtstoffe können zu Problemen führen – auch stoffungebundene Süchte wie Glücksspiel, kritischer Medienkonsum oder Essstörungen. All das sind Themen, mit denen ich mich befasse bei denen es mir ein Anliegen ist, Betroffenen bestmögliche Beratungs- und Hilfeangebote zu machen.
Deshalb bin ich gern im Austausch über die optimale Ausgestaltung politischer Rahmenbedingungen im Drogen- und Suchthilfebereich – in Bezug auf Verhaltens- und Verhältnisprävention, gute Rahmenbedingungen für Hilfeangebote sowie neue gesetzliche Grundlagen für mehr Regulierung und Aufklärung statt Verboten.
Ich mache mich stark für
das Modell der „Harm Reduction“
– der akzeptierenden Drogenpolitik, die gleichzeitig darauf ausgerichtet ist, Erkrankungen und körperliche Schäden durch Suchtmittel zu minimieren.
Von einer besseren Verhältnisprävention über die Förderung wohnortnaher und überall verfügbarer Substitutionsprogramme bis hin zu einer bundesweiten Gesetzesgrundlage für Drugchecking-Projekte und zur kontrollierten Abgabe von Cannabis über ein Cannabiskontrollgesetz gibt es hier bundespolitisch noch viel zu tun!
Presse: Drogenpolitik der Bundesregierung
Zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch am 26. Juni hat die pharmazeutische Zeitung einen Überblick über die drogenpolitische Debatte in Deutschland veröffentlicht, in dem auch ich zitiert werde. Den Bericht findet ihr hier. Mein Statement...
K.O.-Tropfen: Bundesregierung kennt das Ausmaß des Problems nicht – hohe Dunkelziffer kann vermutet werden
Zur Erkennung des Einsatzes von KO-Tropfen sowie zum Anzeigeverhalten und zur Strafverfolgung habe ich eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Diese deckt erhebliche Wissenslücken der Behörden insbesondere bei Spiking, Strafverfolgung...
Alkoholprävention stärken – Kinder und Jugendliche besser schützen
Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat einen umfassenden Antrag zur systematischen Stärkung der Alkoholprävention in Deutschland beschlossen und wird diesen anlässlich der Aktionswoche Alkohol Mitte Juni im Bundestag einbringen. Im...



